Automobilzulieferer realisiert mit Qlik Begleitkalkulation in Echtzeit

Automobilzulieferer realisiert mit Qlik Begleitkalkulation in Echtzeit

„Wir sind bestrebt, unsere Entwicklungs- und Fertigungsprozesse so rationell wie möglich zu organisieren, um unsere hochgesteckten Qualitäts- und Terminziele einhalten zu können. Vor dem Hintergrund unserer projektspezifischen Unikatfertigung ist das eine echte Herausforderung, die wir mit dem Einsatz von Qlik wesentlich unkomplizierter meistern können als früher.“ 
– A.K.QMB AV Leiter 

Der Kunde

Die inzwischen 40 Jahre alte Firma hat sich zu einem der innovativsten Hersteller von Produktionslinien für die Komponentenmontage namhafter Automobilhersteller entwickelt.

Das in 
Baden-Württemberg ansässige Familienunternehmen mit seinen rund 360 Mitarbeitern entwickelt und produziert 
Verkettungen, Montagesysteme Automationseinrichtungen und Fördertechnik. 

Das Kerngeschäft beinhaltet die Entwicklung, das Layout, die Projektierung, Konstruktion sowie Fertigung und Montage von teil- oder vollautomatisierten Montagelinien für sämtliche Komponenten wie Motor, Getriebe und Fahrwerk. 

Ausgangssituation 

Die projektspezifische Unikatfertigung erfordert möglichst rationell organisierte Entwicklungs- und Fertigungsprozesse. 

Im Gegensatz zur Serienfertigung können Konstruktion, Beschaffung und Fertigung nicht sukzessiv, sondern müssen parallel ablaufen. Die Produktionsplanung und -steuerung kann nicht darauf warten, bis die Konstruktionsarbeit vollständig abgeschlossen ist. Stattdessen müssen bereits entwickelte Bauteile und – gruppen an die Produktion übergeben werden, damit diese ihre Prozesse so frühzeitig wie möglich vorbereiten und starten kann. Gleichzeitig treiben die Konstrukteure die Entwicklung der Auftragsstückliste weiter voran. Das Auftragsmanagement muss frühzeitig eine ausreichende Transparenz liefern, sodass Aufträge termingerecht geplant werden können. Über eine mitlaufende Kalkulation muss zu jedem Zeitpunkt sichtbar sein, ob sich die anfallenden Projektkosten noch in den dafür eingestellten Budgets bewegen oder nicht. Für die Realisierung dieser Begleitkalkulation auf Basis von Daten aus abas ERP setzte die Produktion bereits auf eine Business- Intelligence-Lösung. 

„Wir wollten in der Lage sein, den finanziellen Stand jedes Projekts in Echtzeit abbilden zu können“, so A.K, QMB AV Leiter. „Allerdings gehen Projekte bei uns in den zweistelligen Millionen-Euro-Bereich hinein. Entsprechend groß sind auch die Datenmengen, die anfallen. Denn jede Rückmeldung, jeder Buchungsvorgang, jeder Einkaufsvorgang, jede Rechnungsstellung fließen in die Begleitkalkulation mit ein. Wir reden hier von mehreren Millionen Datensätzen pro Projekt. Das war in der gewünschten Geschwindigkeit mit der vorherigen Lösung nicht darstellbar.“ 

Lösung 

Auf der Suche nach einer ausreichend performanten BI-Lösungen stieß das Unternehmen auf die Business-Discovery-Lösungen von Qlik „Ich bin auf die Qlik-Software aufmerksam geworden, habe mir eine Testversion von Qlik Sense heruntergeladen und war schnell überzeugt, dass Qlik Sense genau unsere Lösung ist: hoch performant, flexibel bezüglich der möglichen Analysen und unkompliziert bedienbar“, so A.K.. 

Auch der Lösungspartner – die Iodata GmbH, ein ganzheitlicher Anbieter für BI-Lösungen und Qlik Elite Solution Provider aus Karlsruhe – hat voll überzeugt.

„Wir sind nicht der typische Serienfertiger, sondern haben vielfältigere, parallellaufende Prozesse“, so A.K..

„Es war wirklich beeindruckend, wie schnell Iodata Verständnis für diese komplexen Prozesse aufgebaut und sie in eine Lösung umgesetzt hat. Das hatte schon etwas von Datenzauberei. Man hat gemerkt, dass Iodata nicht nur Qlik kann, sondern umfassendes Fachwissen aus dem Maschinenbau mitbringt. Wir hatten binnen einer Woche eine nahezu fertige Lösung – zu einem überdurchschnittlich guten Preis.“ 

Einsatzbereiche und Nutzen

Aktuell wird Qlik von rund 55 Mitarbeitern aus den Bereichen Geschäftsleitung, Vertrieb, Auftragserfassung Projektierung, Einkauf, Arbeitsvorbereitung, Wareneingang, Montage, Fertigung und Empfang genutzt, um per .xls- bzw. .csv- Export bereitgestellte Daten aus abas ERP zu analysieren.

Im Einsatz ist zum einen eine Applikation für die Begleitkalkulation, mit der die Leitung in der Lage ist, sämtliche Projekte in Echtzeit und mit allen Kosten und Leistungen bis auf Artikelebene darzustellen.
Zum anderen wird eine Anwendung für die Fertigungskontrolle genutzt. Darüber können die Mitarbeiter alle Fertigungsprozesse per Auftrag, per Disponent etc. Überwachen und bewerten.

„Mit einer Sonderprogrammierung in abas, die wir haben umsetzen lassen, und mit etwas Unterstützung von Iodata konnten wir diese Applikation schon weitestgehend eigenständig umsetzen“, ergänzt A.K..

Auch wurde der von Qlik entwickelte Insight Bot integriert, welcher mit Künstlicher Intelligence Fragen in natürliche Sprache bearbeitet. Gerade in der Ausrollphase war der Einstieg in das System damit sehr einfach.

Darüber hinaus wurde eine Stundenauswertung für den Geschäftsführer realisiert, mit der er auf einen Klick sehen kann, wie viele Stunden pro Jahr, pro Monat, pro Abteilung oder pro Mitarbeiter für welchen Kostenträger – sprich Auftrag – verbraucht wurden.

Auch bei den Mitarbeitern in den Fachabteilungen kam das neue System gut an, wie A.K. berichtet: „Bei den ersten Testläufen der Begleitkalkulation, in denen wir gezeigt haben, mit welcher Geschwindigkeit die Applikation arbeitet, haben die Augen der Kollegen zu leuchten angefangen.“

Der Automobillieferant profitiert jetzt von einer ganz neu gewonnenen Transparenz. „Wir können sämtliche Abläufe zusammenhängend und wesentlich unkomplizierter sehen“, so A.K.. Zudem konnten die Zeitaufwände für Analysen reduziert werden.

„Auswertungen unserer Großprojekte stehen jetzt innerhalb von zwei Sekunden zur Verfügung, früher hat es zwei Minuten gedauert“, ergänzt A.K..

„Für die Stundenauswertung hat die Geschäftsführungsassistentin früher einen dreiviertel Tag gebraucht, heute kann der Chef mit drei Klicks, wann immer er will, die Information abrufen.“ Zudem fallen Inkonsistenzen in den Quelldaten sehr schnell auf, sodass sie direkt korrigiert werden können und die Datenqualität damit erhöht werden kann.

Zukunft

Die Umsetzung weiterer Applikationen ist in Planung. Unter anderem soll die Auftragsanlage mit einer Anwendung unterstützt werden. Angedacht ist zudem, mit Qlik auf Basis von Informationen zu Komplexitätsgrad, Durchmesser, Größe und Material von Teilen, die schon gefertigt wurden, Schätzungen für Produktionslaufzeiten noch zu produzierender Teile abzuleiten – Informationen, die als Basis für die Berechnung der Maschinenauslastung benötigt werden. 

“Mit Qlik können wir sowohl das Informationsbedürfnis der kaufmännischen als auch der technischen Seite stillen. Sie erhalten zielgerichtet die Informationen, die sie benötigen. Immer aktuell und eigenständig abrufbar.“ 

– A.K.QMB AV Leiter,  

Return on investment

2 Sekunden statt 

2 Minuten Verarbeitungszeit für Analysen 

Time to value

Eine Woche für Entwicklung des Datenmodells und einer nahezu vollständigen Begleitkalkulation in Qlik Sense  

Lösung im Überblick

Branche: Sondermaschinenbau/ Automobilindustrie 

Abteilungen: Geschäftsleitung, Vertrieb, Auftragserfassung Projektierung, Einkauf, Arbeitsvorbereitung, Wareneingang, Fertigung, Montage, Empfang 

Region: Deutschland, Baden-Württemberg

Ablösung der bisher eingesetzten, zu wenig performanten BI-Lösung und Umsetzung einer Begleitkalkulation, die in Echtzeit den finanziellen Stand jedes Unikatfertigungsprojekts abbildet

Einführung von Qlik Sense und Bereitstellung von Applikationen für die Begleitkalkulation, Fertigungskontrolle und Stundenanalyse für rund 55 Mitarbeiter.

  • Geringerer zeitlicher Analyseaufwand
  • Höhere Informationstransparenz
  • Verbesserte Datenqualität
  • Nutzbarkeit im Self-Service-Verfahren

 

Datenquellen: abas ERP, Excel, Zeiterfassungssystem